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Comics bei Zwerchfell
Zwerchfell Verlag - "building better comics" - Independent seit 1988
5 ZEICHNER / 10 WOCHEN / 8 STÄDTE
MONSTERS OF COMICS
COMIC LIVE ERLEBEN!
Comicverlag Zwerchfell macht Comics
Comics Zettgeist Podcast
Mit Eckart Breitschuh, Stefan Dinter und Sascha Thau. Naomi Fearn auch dabei - und natürlich Comics.
Zettgeist Podcast. Zettgeist Blog.
Im Mai `03 startet der Zwerchfell Verlag mit MONSTERS OF COMIC eine Tournee für
alle Freunde der Neunten Kunst und auch jene, die sich darunter gar nichts vorstellen
können.
Zum ersten Mal machen sich fünf Comic-Zeichner
auf, um über sechs Wochen hinweg
acht Städte zu besuchen und dabei nicht nur Comic-Fans die Gelegenheit zu bieten,
Stars zum Anfassen zu erleben, sondern auch dem Laien die Möglichkeit zu geben,
ein Medium kennenzulernen, das leider all zu oft dem Auge der Öffentlichkeit entgeht.
Deswegen soll dieses Medium einmal gefeiert werden, wie alle anderen auch.
Die Monsters of Comic heißen alle Interessierten herzlich Willkommen.
Naomi Fearn, Paul Hoppe, Sascha Thau und die Dinter-Brüder Jan und Stefan haben
sich in den letzten Jahren mit ihren ebenso individuellen wie erfolgreichen Stories
einen Namen in der Comic-Szene gemacht haben. Jetzt laden sie ein zu einer Tournee,
auf der sie ihre Comics
signieren, auf Wunsch die eine oder andere Originalzeichnung
anfertigen, und allen Fragen bezüglich des Mediums Comic, dem dazugehörigen Markt
und dem Leben als Comic-Zeichner Rede und Antwort stehen. Im Anschluss an die
tagsüber stattfindenden Signierstunden wird in einigen Tournee-Städten am Abend
eine Party veranstaltet, in deren Rahmen man zwanglos eine Auswahl der Werke
begutachten und mit den Künstlern auf die ‚Sequenzielle Kunst‘ anstoßen kann.
Hinter dem lockeren Spaßprogramm verbirgt sich natürlich mehr als eine bloße Promotion-
Tour. Auf dem Weg durch die Comic-Landschaft galt es für das Quintett Fearn,
Hoppe, Thau und Dinters immer wieder die Vorurteile zu überwinden, die der Mainstream
ihrem heiß geliebten Medium entgegensetzte. Unkenntnis und Engstirnigkeit
beherrschen offenbar leider noch immer das Image der Comic-Kunst in Deutschland.
Comic in Deutschland wird leider all zu oft gleichgesetzt mit Asterix, Tim und Struppi
und Micky Maus. Comic
aus Deutschland ist für die Meisten noch immer reduziert
auf Werner und das Kleine Arschloch. Lustige Knollennasenmännchen im konformen
Spaßgewand für Erwachsene und meistens für Kinder.
Aber Comic ist mehr. Der alle zwei Jahre auf dem Comic-Salon in Erlangen vergebene
Max & Moritz Preis und Vereine wie der ICOM Interessenverband Comic E.V., der jährlich
Förderpreise für die herausragendsten Independent-Publikationen verleiht, zeigen
deutlich, dass im Schatten der Kioskheftchen, fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit
eine Kultur existiert, welche Comics bietet, die sowohl optisch, als auch intelektuell zu
begeistern vermögen.
Die ‚Monsters of Comic‘ ziehen aus, um aufmerksam zu machen, um aufzuzeigen,
was der breiten Masse entgeht. Damit die volle Bandbreite an Comic präsentiert
werdenkann, sind zusätzlich Zeichner aus den Regionen der jeweiligen Tournee-Etappen
eingeladen, an den Signierstunden und Partys teilzunehmen und mit ihnen neue
Comics vorzustellen, die mit Realitätsbezug und Innovationen in Erzählweise und Präsentation
begeistern.
Bewaffnet mit Bleistift, Tusche und Papier übermitteln sie anspruchsvolle und mitreißende
Unterhaltung, die sich nicht verstecken muss.
DIE AUTOREN
Naomi Fearn, gebürtig in Stuttgart, Jahrgang 1976, studiert derzeit an der Staatlichen Akademie der Bildenden
Künste in Stuttgart, die sie diesen Sommer als Freie Grafikerin verlassen wird. Von ihrem Talent konnte man sich
schon 1991 überzeugen, als sie bereits im Alter von 16 Jahren erste Ausstellungen mit Bildern und Zeichnungen
bestritt und Illustrationen für das Kinderbuch ‚Der kleine gelbe Bagger‘ von Peter Spang beisteuerte. Ihre ersten
Comics erschienen 1995 in dem Comic-Magazin ‚Moga Mobo‘. 2000 gab der Ehapa Verlag ihr Comic-Album ‚Zuckerfisch‘,
eine Sammlung autobiografisch geprägter One-Pager, heraus. Zum Jahreswechsel 2000/2001 präsentierte die
Stuttgarter Zeitung acht exklusive Zuckerfisch-Strips, deren Erfolg dazu führte, dass sie dort seit Mai 2001 jeden
Freitag erscheinen. Seit März 2002 steuert Naomi außerdem Zeichnungen und Illustrationen für den Uni-Tip bei,
ebenso für das Stadtmagazin LIFT, das sie im Januar zur ‚Hoffnungsträgerin 2003‘ kürte. Eine Sammlung der ersten
70 Zuckerfisch-Strips aus der Stuttgarter Zeitung erschien, angereichert mit Zusatzmaterial, 2002 im Zwerchfell
Verlag unter dem Titel ‚Zuckerfisch mit Sahnemeerrettich‘.
Der Reiz der Zuckerfisch Comics liegt in ihrem Realitätsbezug. Der Alltag schreibt nicht nur die besten Geschichten,
er erlaubt es dem Leser auch, sich in die Geschichten hineinzuversetzen. So stößt man beim lesen nicht nur auf
kuriose Figuren, wie die Schlange Paul und den schwulen, weißen Hasen, sondern auch auf Freunde und WGMitbewohner
der Titelheldin Naomi, die die Geschichten streckenweise wahrer erscheinen lassen, als einem lieb sein
kann.
Zuckerfisch drückt ganz glaubwürdig und authentisch das Lebensgefühl im Deutschland der Gegenwart
aus.
Ihre Comics zeugen von einem eigenen Stil - eigensinnig, hintergründig, subtil und humorvoll. Hoffnungsträger
2003! - LIFT, Stuttgart
Sascha Thau machte in der deutschen Comic-Szene zunächst als Theoretiker von sich reden, bevor er im
letzten Jahr mit ‚Der Kosmopolit: Scum‘ einen der erfolgreichsten Comics im Independentbereich vorlegte. 1974 in
Karlsruhe geboren, trat er 1998 sein Studium an der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design an. Heute
lebt er als Freier Grafiker in Frankfurt /M.
Neben Artikeln in den Comic-Magazinen Hit Comics und ZACK! wurde Sascha vor allem durch seine Online-Kolumne
‚Comics essen Seele auf‘ (auf www.comicgate.de) bekannt. Hier bewies er fundiertes Fachwissen, indem er über
Aufbau und Strukturen des Comics
referierte und über Messen, Festivals und auch Verlage schrieb. Immer in Sorge
um das Medium Comic in Deutschland, wurden dabei oftmals die Gemüter erregt, wenn er kritisch auf Missstände
in der Comic-Landschaft verwies. Sein praktisches Können blieb dabei unbestritten. So fertigte er u.a. Pin Ups und
Cover für Titel wie ‚Hellboy‘,‚New Arden Chronicles‘, ‚Intravenös‘ und ‚Ink Up‘ an und zeichnet sich derzeit regelmäßig
für die Cover der Serie ‚Dipperz‘ (Verlag Schwarzer Turm) verantwortlich.
Seine Ideen, wie durch Innovation endlich Schwung in die Comic-Szene gebracht werden könnte, setzte er 2002
mit seinem Spionage-Epos ‚Der Kosmopolit: Scum‘ beim Zwerchfell Verlag
in die Tat um. Inspiriert von Bullet-
Ballet-Filmen à la John Woo erzählt der Comic um den Aussteigeragenten Simon Bjarnasson nicht nur fiktiv über
Geheimdienste, sondern gibt Einblick in deren reale Machenschaften, während er stilistisch Zeichnungen mit Fotos
kombiniert. Als erstem Comic mit eigenem Soundtrack liegt dem Werk eine CD, mit eigens dafür komponierter
Musik der Grindcore-Band Mörser bei. Das Ergebnis ist ein Erfolg auf der ganzen Linie - die Auflage war bereits zwei
Monate nach Erscheinen ausverkauft (siehe auch MÖRSER).
Superman hat ausgedient - Frankfurter Allgemeine Zeitung
das bisher innovativste Produkt dieses umtriebigen Hauses - Hit Comics
Rasant, laut und ... anders - Comic Radio Show
Deutscher Comic Tipp - TV Direkt
Kopf-Kino at its best - SPEX
Paul Hoppe (*1976) ist in der deutschen Comicszene erstmals durch seinen Comic Das Muster (eine Parodie auf
den Film The Matrix), erschienen bei Fake Press, aufgefallen. Er hatte zuvor schon das „Comic-Magazin für Ravensburg“,
Pulp, geleitet, und die Serie Luschke für das Szenemagazin Scope gestaltet. Als freier Illustrator arbeitete er
im Medienbereich für den Kinderkanal, KIKA, an der Serie Macius und dem KIKA Kinderlexikon mit, betreute den
„Wetterwuschel“ aus ARD brisant, und entwickelte WAP-Comics für D2. Sein Video-Clip Der Körper als Interface
(mit Boris Kahl) wurde beim European Media Art Festival ausgezeichnet.
Paul Hoppe arbeitet als Assistent im Studiengang Visuelle Kommunikation an der HFG Pforzheim und lebt als Freier
Illustrator, Grafiker und Webdesigner in Karlsruhe.
Die Schlange ist sein erster Comic beim Zwerchfell Verlag.
www.skymond.de
Jan und Stefan Dinter gehören zu den Autoren, die schon seit Gründung des Zwerchfell-Verlags dort
regelmäßig veröffentlichen und mittlerweile auch als Redakteure und Talentsichter den Verlag mit dem Z sowie
die deutsche Comicszene auch von der Basis her unterstützen. Zusammen mit ihrem Bruder Matthias legten sie
Bände wie „Bolf“, „Kabelsalat“ und „Knurf - Held der grünen Hölle“ vor, die ihnen den Ruf von „Spaßguerrilleros“
einbrachte. Ihre bis heute laufende Serie „Die kleinen Mutterficker“ hat dazu noch beigetragen. Die Geschichten um
drei zwölfjährige Möchtegern-Gangsta-Rapper aus dem Stuttgarter Stadtteil Heslach sind in 3 Heften ( „Straight
outta Heslach“, „Fukker“ und „Christmas in Heslach“ ) bei Zwerchfell erschienen; ein wöchentlicher Comic-Strip über
sie läuft seit mehr als 2 Jahren in der Jugendzeitschrift „YAM!“, außerdem wurde von H&V/Punchhole Films (die auch
schon für „FEUER, EIS UND DOSENBIER“ und den „ERKAN & STEFAN“ Film verantwortlich zeigten) eine Filmoption
auf „die kleinen Mutterficker“ gezogen.