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ZWERCHFELL
VERLAG

 
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ARBEIT • ALL ABOUT ZWERCHFELL
1988 gründet der Hamburger Fernsehtechniker Christian Heesch, damals selbst Zeichner und Herausgeber handkopierter Fanzines, den Zwerchfell Verlag. Christian will fortan das Zeichnen anderen überlassen und seine Energien in die Schaffung einer dringend benötigten Plattform für deutsche Comics zu stecken.

Christan HeeschHeesch meldet ein Gewerbe an und lässt den Verlag eintragen, zunächst als "Hirsch Comics", nach seinem Spitznamen im Hause Dinter. ("Stefan, da ist ein "Hirsch" für Dich am Telefon").

Die Dinter-Brüder Stefan, Mathias und Jan, Zwerchfell-Urgestein der ersten Stunde und bis heute ganz vorne mit dabei, trecken mit Heesch über die Comic-Börsen der Republik, im Gepäck das Magazin »HIT IT!«.

Eckart B. und Stefan D. für Zwerchfell unterwegs Neben Bildgeschichten befreundeter Zeichner enthält dieses erste Werk auch einen redaktionellen Anteil mit Rezensionen und Reportagen, bis heute ein Markenzeichen der Zwerchfell-Titel.

Der Grossteil der Auflage verkauft sich rasch ab, das zweite »HIT IT!« kann bereits mit Farbcover ausgestattet werden und trägt auch schon den mit den Weggefährten vereinbarten Namen "Zwerchfell".

1990 ist Zwerchfell mit 4 qm Stand und 3 Alben erstmals auf dem Comicsalon in Erlangen vertreten. Eine Tradition wird begründet: jeder Käufer erhält eine Originalzeichnung von einem Zwerchfellzeichner. Die Fangemeinde beginnt zu wachsen.
Viele Zeichner kommen daraufhin auf Zwerchfell zu, denn trotz Comic-Boom gibt es in Deutschland kaum Veröffentlichungsmöglichkeiten für einheimische Zeichner.

Börse: Jan Dinter zeigt John McCrea & Garth Ennis das Zwerchfell Programm Mitte der 90er produziert Zwerchfell im Schnitt 3 Titel im Jahr. Darunter sind Comics von Stefan Katz, Haggi, Haimo Kinzler und Isabel Kreitz. Isabel Kreitz veröffentlicht bald bewusst parallel bei Carlsen (»Die Entdeckung der Currywurst«, »Waffenhändler« etc.) und Zwerchfell (Die Ralf-Saga). Für ihre Carlsen Alben wird sie bezahlt, bei Zwerchfell findet sie Mitstreiter und hat die Kontrolle über die Erscheinungsform.

Zeichner am Zwerchfell Stand 1997 kommt auch Carlsen Zeichner Eckart Breitschuh (»Lindenstrasse)« mit seinem Album »Irma Corridor« zu Zwerchfell und entwickelt dort bald die Serien »Wanda Caramba« und »GRIMM«. Mit ihm kommt Lorraine Flack, die für Zwerchfell eine Internetpräsenz schafft.
Zur 10 Jahres Feier hat Zwerchfell 6 Titel am Start, zur Jahrtausendwende sind es 12. Zwei Jahre später wird die erste Filmlizenz verkauft (»Die kleinen Mutterficker« von Los Bros Dinteros).

Trotz dieser Erfolge ist Zwerchfell kein Verlag mit wirtschaftliche Ausrichtung. Ziel ist es nicht zu verdienen, sondern gute Comics zugänglich zu machen. Wer bei Zwerchfell veröffentlicht, finanziert zum Teil die Druckkosten vor und reist auf eigene Rechnung mit zu den Börsen. Die Verlagsarbeit wird gemeinschaftlich von den Autoren erledigt. Und bleibt dann mal was übrig, wird es in Absprache mit den anderen Mitwirkenden reinvestiert: zumeist in neue Comics.

ICOM Preis 2001


Für Zwerchfell haben schon gezeichnet:

Eckart Breitschuh, Stefan Dinter, Matthias Dinter, Jan Dinter, Tim Dinter, Eva Dünzinger, Konrad Eyferth, Werner Schnater, Haimo Kinzler, Martin Frei, Markus Winter, Daniel Kiessler, Thomas Schukalla, Martial, Wallu, Wittek, Matthias Schultheiss, Wolfgang Sperzel, Isabel Kreitz, Haggi, Lewís Trondheim, Satoshi Urushihara, Geier, Katrin Baumgärtner, Stefan Katz, Flix, Rauli Nordberg, Uli Oesterle, Andreas Dierssen, Martin Schlierkamp, Sascha Thau, Naomi Fearn.

Preise für Zwerchfell:

ICOM Independent Comic Preis 1996 für »Knurf. Held der Grünen Hölle«
Max & Moritz Preis 1998 für »Wüttner«
ICOM Sonderpreis der Jury 2000 für den Zwerchfell Verlag
ICOM Independent Comic Preis 2001 für »Wanda Caramba«
ICOM Independent Comic Preis 2002 für »GRIMM 3: Fitchers Vogel«
ICOM Independent Comic Preis 2002 für »Alte Frauen«
ICOM Independent Comic Preis 2003 für »Held«